Unterwegs im „Roten Wedding“

Nördlich des heutigen Nettelbeckplatzes liegen die Ursprünge des Wedding. Mit der Industrialisierung entstanden auf den Feldern und Wiesen zunehmend Mietskasernen. Einer der ersten Berliner Wahlkreise mit einer sozialdemokratischen Mehrheit war 1884 der 6. Reichstagswahlkreis, zu dem auch der Wedding gehörte.
Die Kösliner Straße war wie viele umliegenden Straßen eng bebaut mit dunklen, verwahrlosten Mietskasernen. Sie wurde im Zuge der grassierenden Arbeitslosigkeit in den 1920er Jahren zu einer Hochburg der KPD.

Ab dem 1. Mai 1929, dem 40. „Kampftag der Arbeiterbewegung“, eskalierten die „Blutmai“-Unruhen, als die SPD-geführte Polizei ein Demonstrationsverbot gegen die kommunistischen Arbeiter durchsetzen wollte.
Die Broschüre zum Rundgang „Roter Wedding“ führt in dieser Vergangenheit.
Mitarbeit: Elli Alt, Ulrich Horb, André Hornig, Vera Morgenstern, Katrin Schäfer, Andreas Szagun, Stephanie Trabant

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