Keine Wendemöglichkeit für Berliner Straßennamen
Ob imperiales oder koloniales Erbe, ob Verehrung der „Helden“ des Dritten Reiches oder seiner Widerstandskämpfer, ob Diskriminierung von Frauen oder fortschrittlichen Künstlern, ob geglückter Neuanfang oder verpasste Chance: All das spiegelt sich in den Berliner Straßennamen wider, die als Adresse auch den Alltag jedes einzelnen von uns betreffen. Es geht in diesem Buch um die Geschichte der Straßenbennungen seit der Reichsgründung bis in die heutigen Tage, aber auch um die eines kuriosen Stadtplanes, der seiner Zeit – im politischen Sinn – voraus war. Verschiedene Widerstandsformen engagierter einzelner und Gruppen gegen anstößige Straßennamen werden dokumentiert, ebenso wie die Rechtslage, hinter der sich die Regierenden verschanzen.