Flucht im geteilten Deutschland

Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde.

Vier Millionen Menschen kamen zwischen 1949 und 1989 aus der DDR in den Westen. Viele ließen ihr Leben an der innerdeutschen Grenze. Flucht und Flüchtlinge gehörten jahrzehntelang zur deutsch-deutschen Realität. Warum haben sich so viele Menschen zum Verlassen der DDR entschlossen, und wie verlief die Eingliederung der „Brüder und Schwestern aus dem Osten“ in die Bundesrepublik? Diesen Fragen gehen die zehn Autoren des Bandes nach und untersuchen darüber hinaus das Notaufnahmeverfahren, die Lebensumstände in Marienfelde und die Aktivitäten der Staatssicherheit im Lager. Schicksale einzelner Flüchtlinge machen das Geschilderte plastisch und lassen begreifen, was es bedeutete, von Deutschland nach Deutschland zu fliehen, auszureisen oder überzusiedeln. Außerdem werden Reaktionen von Künstlern und Schriftstellern aus beiden Teilen Deutschlands auf das Phänomen Flucht vorgestellt.

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