Der Wedding – hart an der Grenze

Weiterleben in Berlin nach dem Krieg

Die Stadt- und BezirkspolitikerInnen der 50er-Jahre ließen die von den Nationalsozialisten propagierten, aber nicht eingelösten Werte wieder aufleben. Heimatliebe und Volksgemeinschaft als Ziele des Wohnungsbaus, an anderer Stelle Betriebsgemeinschaft und Familienidyll, sollten nun allerdings dabei helfen, die Westberliner im Kampf um ihre Freiheit zu einen. Erst die Teilung Berlins macht verständlich, warum die SPD im Weddinger Rathaus mit der armroten Vergangenheit nichts mehr zu tun haben wollte.

Die Weddinger Armut lastete auf dem Bezirk wie ein Minderwertigkeitskomplex, zumal ganz West-Berlin in den Fünfziger Jahren dem schnellen Reichtum in der Bundesrepublik hinterherlief.

Das Buch behandelt verschiedene Aspekte des Lebens im Wedding zwischen dem „Roten Wedding“ der 1920er Jahre bis zum Leben an der Mauer. Mit vielen Fotos und Dokumenten.