Tradition und Anpassung, Ehrung und Schändung sind die Stichworte, die dem traditionsreichen jüdischen Friedhof Schönhauser Allee 23-25 im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg sein Gepräge geben. Seit 50 Jahren werden hier keine Toten mehr bestattet.
Auf dem 1827 eingeweihten Friedhof wurden bis 1880 rund 22.500 Einzelgräber und 750 Erbbegräbnisse angelegt. Der Friedhof lag im vorvergangenen Jahrhundert „ganz weit draußen“, die Stadtentwicklung hat ihn eingeholt. Auch heute noch bezeugt er einen wichtigen Aspekt Berliner Geschichte.