Berlin im Nationalsozialismus
Mit innovativem Zugriff analysieren die beiden ausgewiesenen Berlin-Kenner Christoph Kreutzmüller und Bjoern Weigel die Geschichte der Hauptstadt im Nationalsozialismus. Ausgangspunkt für diese Alltagsgeschichte der besonderen Art sind idealtypische öffentliche, halböffentliche und private Orte – vom Bett bis zum Reißbrett. Anhand dieser Orte beschreiben die Autoren, wie die nationalsozialistische Ideologie und Herrschaftspraxis auf die Stadt und ihre Gesellschaft wirkten.
Die Gespräche am Kneipentresen geraten dabei ebenso in den Blick wie die Ritualisierung des öffentlichen Lebens oder die Geschehnisse in den vielen verschiedenen Lagern im Stadtgebiet.
Das Buch ist eine gut recherchierte und geschriebene Collage aus Objekten, Porträts, kleinen Geschichten, Zusammenfassungen und statistischen Angaben.
Der israelische Historiker Moshe Zimmermann hat dieses Buch als „das beste Buch über Berlin im Dritten Reich“ bezeichnet: „Die originelle Struktur eröffnet viele sonst unberücksichtigte Blickwinkel und versteht das Schicksal der Juden bestens zu kontextualisieren.“